Peter Corbett

Biografie

Als ich 16 war, fing ich mit der Fotografie an. Der Film „Blow Up“ von David Bailey aus den 1960er Jahren regte in mir den Wunsch, ein Scharfschütze für die Vogue zu werden. Die sozialen Gegebenheiten und andere Lebensumstände sahen etwas anderes für mich vor, aber von diesem Zeitpunkt an war ich nie wieder ohne meine Kamera. Ich gewann immer weniger die Sicht auf meine Umwelt, so wie sie war, sondern mehr darauf, wie ich einen gewissen Augenblick festhalten und davon einen Abdruck zu machen konnte. Ich war gefesselt von Ansel Adams Landschaftsbildern, seine ikonischen Bilder änderten etwas fundamental in mir. Damals, zu diesem Zeitpunkt, hatte ich kein genaues fotografisches Genre, in das ich mich einordnen ließ. Dennoch war meine grundsätzliche Inspiration Bailey und ich war der Meinung, dass mein Interesse nicht auf den sich bewegenden und erzählenden Motiven lag! Adams‘ akribische, obsessive Techniken, zentriert in seinem Zonensystem, durchdrang meine DNA bis auf den Punkt. Obwohl ich schon eine anstrengende Arbeit hatte, fotografierte ich nebenbei und erarbeitete mir ein kleines Geschäft damit. Die Prinzipien ändern sich nicht und ich würde jeden ermutigen, der sich in irgendeiner Weise für Fotografie interessiert, zu lernen und das Leben zur verstehen, ich garantiere Ihnen, die Freiheit wird Ihr Freund.

Als die digitale Ära der Fotografie in den 1990er Jahren hervorkam, besonders der Digitaldruck, gab sie mir neue Impulse und ich probierte alles aus. Es gab keine langwierigen Transformationen von Film zu Digital mehr, ich konnte beides benutzen und erkannte schnell das Potential, besonders das des Digitaldrucks – ich war nicht mehr an Selenium oder Bromide gebunden.

Nach einer langen Zeit mit Abschlüssen, herstellen, verkaufen und arrangieren war ich mit herkömmlichen Arbeit einfach fertig. Ich verabschiedete mich von alle dem und zog 2004 nach Südafrika, um ein professioneller Fine-Art-Fotograf zu werden. Ich ging wirklich davon aus, ein guter Fotograf zu sein, mindestens ein Amateur mit besonderen Fähigkeiten. Ich machte allerdings den Fehler zu denken, jeder in Südafrika verstünde, was Fine-Art-Fotografie ist und dass alle meine Arbeit genauso sehen, wie ich es tat. Sie taten es aber nicht. Das war eine harte Lektion aber ich trieb mich innerhalb der letzten zehn Jahre voran, lernte dazu, um meine Techniken, meine künstlerische Vision und meine Verkaufsfähigkeiten zu verbessern. Mein eigentlicher Zugang und den anschließenden Erfolg, meine Arbeiten zu verkaufen, habe ich meiner Liebe zum Druck zu verdanken. Mein Konzept bestand immer darin, mir das Endprodukt genau vorzustellen und das gesehene Bild durch den finalen Druck genau abzubilden. Ich zog meine Inspiration nicht nur daraus, auch für andere Künstler zu drucken, sondern untermauerte meinen Glauben an meine eigene Arbeit sowie die Liebe dazu, Landschaften zu fotografieren.

Durch das Drucken wurde mir klar, dass eine Galerie zu haben eines meiner Ziele ist. In einer Galerie wäre es mir möglich, einen geeigneten Ort zu habe, um meine Werke zu zeigen, mit ihnen zu handeln und auch das Internet zu erschließen.

Meine Geschichte handelt nicht von Ausstellungen, Preisen oder einer unglaublichen Karriere – sie ist mehr eine Geschichte von einer unberechenbaren Start-Stop-Entwicklung aus Glaube an sich selbst und Osession, die man vielleicht wie folgt zusammenfassen kann:

Kommentar des Künstlers

Es gibt da eine Umschreibung, die ich mal irgendwo gehört habe – es verbirgt sich eine Art „losgelöste Träumerei“. Es ist eine Art Stimmung oder Geisteshaltung, in der alles fließt, dort trifft man keine Termin oder Verabredungen. Beides ist natürlich eine Gnade und ein Fluch zugleich, ein Paradoxon, um genauer zu sein. Wenn man einmal an einer solchen Quelle war, verhindert die Anstrengung, wieder dorthin zu gelangen, die nächste Suche nach etwas neuem. Aber ich habe diese Phasen, wenn der lärm aufhört und meine Kunst beginnt. Wieder einmal ein Ergebnis, das Ende des Spiels, mein Endspiel, immer ein Fine-Art-Druck als Ergebnis. Aber immer diese Momente der Freude, in denen ich nachdenke und in denen das Licht und die Form darauf warten, von meinem Auslöser eingefangen zu werden und diese einfache Lust, dort zu sein, ist die Essenz eines Landschaftsfotografen.