Sandy McLea

Die Kindheit von Sandy McLea bestand aus viele Reisen durch wunderbare Landschaften, die womöglich sein Interesse dafür geweckt haben, sich ich durch Bilder auszudrücken. Bewaffnet mit einer SLR Kamera begann er die Welt der Fotografie zu erforschen und das führte ihn zu seinem Studium am National College of Photography, das er 2005 erfolgreich beendete. Seine Sicht auf die Welt hat ihn inspiriert, die Grenzen der Kreativität auszuloten und die Dinge, die er „durch die Kameralinse sieht“, auf seine Art zu interpretieren. Schon mit nur 32 Jahren hat er einen einzigartigen, visuellen Stil entwickelt, der seine Vorstellungskraft klar darstellt und seiner Art zu fotografieren einen starken Reiz gibt.

Landschaften mit Panorama und Stadtszenen waren für McLeas die Eingebung, seine künstlerische Leidenschaft durch fesselnde Fotomontagen auszudrücken zu wollen, an denen er über einen Zeitraum von sechs Jahren arbeitete. Diese Reihe von Fotomontagen stellt unterschiedliche Szenen wie Graffiti in den Straßen Barcelonas, Häfen und Leuchttürme in Kapstadt als auch trostlose Ansichten der Halbwüstenlandschaft Karoo in Südafrika dar. Die Einfachheit jedes Bildes täuscht über den großen Aufwand hinweg, den jedes Bild für sich erfordert. Oft schießt McLea Hunderte von Bildern eines einzigen Objektes aus verschiedenen Blickwinkeln parallel, um so ganz subtil den Fokus  und die Perspektive von einem Bildabschnitt zum nächsten zu lenken. Einige der vielen Fotos werden für die finale Komposition ausgewählt, ausgedruckt und auf dem Arbeitsplatz in seinem Studio ausgelegt. Diese erste Gruppierung der Bilder legt er breitgefächert vor sich und wird oft für Wochen nicht verändert, bis sich das finale Arrangement im Kopf des Künstlers klar herauskristallisiert. Von Tag zu Tag nimmt McLea feine Anpassungen vor, bis er mit seinem Werk zufrieden ist. Die Linien und Gegenstände werden penibel definiert, um sie anschließend sorgfältig übereinander zu legen und meisterlich zu wiederholen, damit dieser rhythmische Kaleidoskopeffekt zum Vorschein kommt. Einzigartige, händig zusammengestellte Fotomontagen, in denen Bilderabzüge gruppiert und auf Karton geklebt werden, um damit eine einmalige dreidimensionale Illustration zu schaffen, sind ebenfalls Teil dieser Serie.

McLeas letztes Portfolio mit Lochkameraarbeiten ist sicherlich die Arbeit, die ihn bis heute am meisten herausgefordert hat. Lediglich durch die Benutzung einer einfachen Handkamera ohne Linse hat er eine Reihe von versonnenen Meeresausblicken in Irland und Kapstadt auf Film gebannt. Die Ausdrucke wurden auf metallischem Papier vorgenommen und mit einer flachen Basisplatte verbunden, um ein wunderbar metallisches Gefühl zu hinterlassen. Die verschiedenen Materialien und die experimentelle Technik sind es, die seine kreative Ausdruckkraft vorantreiben und die ihn jetzt schon erfolgreich in die Lage versetzen, eine klar definierte, künstlerische Aussage über ihn und seine Arbeit zu abzugeben.